Die raschen Veränderungen der letzten 10 Jahre haben den Rundholzmarkt tiefgreifend verändert. Im Zeichen der Globalisierung und der Konzentration in der Holz verarbeitenden Industrie sieht sich der Waldbesitz in zunehmenden Maße auch international agierenden Großabnehmern und Großanbietern gegenüber. Damit relativiert sich die Marktposition auch einzelner größerer Rohholzanbieter.
Die bäuerliche Waldwirtschaft in Niederösterreich ist gekennzeichnet durch:
- Vielzahl von Waldbesitzern
- Kleinstrukturierter Waldbesitz (geringe Betriebsgrößen)
- Geringe Vermarktungsmengen je Waldbesitzer
- Diskontinuierliche Nutzung
- Zunehmende Anzahl "hofferner Waldflächen"
- Fehlende Zeit- und Arbeitskapazität für die Waldarbeit
- Unterschätzung des betriebsspezifischen Nutzungspotentials
Auf Grund dieser Gegebenheiten wurden in Niederösterreich mit aktiver Unterstützung (Beratung) der Landwirtschaftskammer forstliche Zusammenschlüsse (Waldwirtschaftsgemeinschaften) als Ausdruck eines Handlungsbedürfnisses ins Leben gerufen. Die Dachorganisation der Waldwirtschaftsgemeinschaften in Niederösterreich ist der Niederösterreichische Waldverband.