Holzeinschlagsmeldung 2011

Der Holzeinschlag im Vergleich zum Jahr 2010 ist um knapp 865.000 Efm oder 5 % auf rund 18,7 Mio. Erntefestmeter (Efm) Holz ohne Rinde gestiegen.

Der Schadholzanteil liegt mit rund 3,5 Mio. Efm oder 19 % am Einschlag deutlich unter dem Wert des Vorjahres (minus 31 %) und 48 % unter dem 10-Jahresmittel. Vor allem Borkenkäferschäden sind mit 2,2 Mio. Efm auf ein relativ niedriges Niveau zurückgegangen. Die Nutzung liegt damit auf einem Rekordniveau aus normalen Nutzungen.

Der Einschlag teilt sich in 10,4 Mio. Efm Sägerundholz (56 %), 3,2 Mio. Efm Industrierundholz (17 %) und 5,1 Mio. Efm Energieholz (27 %) auf.

Der Anteil am Gesamteinschlag stieg prozentuell mit 2,2 % bei Sägerundholz am wenigsten, Industrieholz legte 4,2 % zu. Am deutlichsten stieg der Anteil mit 11,3 % beim Energieholz.

Die stärkste Steigerung ist mit 11,4 % gegenüber dem Vorjahr in der Besitzkategorie Kleinwald (unter 200 ha) zu verzeichnen. In allen Bundesländern außer Tirol nahm der Einschlag in dieser Besitzkategorie zu. Mit insgesamt 11,3 Mio. Efm hat der Kleinwald einen beachtlichen Anteil von 60,7 % am Gesamteinschlag. Im Großwald (5,7 Mio. Efm) und der ÖBf AG (1,6 Mio. Efm) ist der Einschlag um 1,8 % bzw. um 10,7 % zurückgegangen.

Mit knapp 46 % hat die ÖBf AG den höchsten Schadholzanteil aller Besitzkategorien zu verzeichnen. Der Großwald liegt bei rund 25 %, der Kleinwald bei nur 12 %.

Die Holzernte wurde zu 48 % durch Fremdwerbung erledigt, das entspricht dem Niveau des Vorjahres. Die Nutzung durch Harvester stieg von 13 % im Jahr 2010 auf insgesamt 17 % des Gesamteinschlages.

Fazit:
Das Jahr 2011 war besonders im ersten Halbjahr von einem weiteren Aufschwung des Holzmarktes wie bereits 2010 gekennzeichnet. Der gestiegene Holzeinschlag geht ausschließlich auf den Kleinwald zurück, der marktkonform auf die Nachfrage der Holzabnehmer und positive Preisentwicklung reagiert hat. Der Anteil der Schadholzmengen am Gesamteinschlag hat nach 2001 den zweitniedrigsten Wert der letzten 20 Jahre erreicht, somit bildet der Holzeinschlag des Jahres 2011 einen absoluten Rekordwert aus Normalnutzungen. Für 2012 ist wegen geringer Niederschläge im Herbst/Winter 2011 mit erhöhter Borkenkäfergefahr zu rechnen.

Link zur Holzeinschlagsmeldung

Grafiken zur HEM 2011, vor allem für NÖ, zusammengestellt von der Forstabteilung der NÖ LK
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Holznutzung 2011 erneut auf hohem Niveau

Kleinwald liefert über 60 Prozent des heimischen Holzes

Wien, 26. April 2012, Waldverband Österreich – Die vom Lebensministerium veröffentlichte Holzeinschlagsmeldung für das Jahr 2011 weist einen Gesamteinschlag von 18,7 Mio. Erntefestmeter (Efm) auf und unterstreicht erneut die große Bedeutung der heimischen KleinwaldbesitzerInnen (Waldflächen unter 200 Hektar). „Nur der Kleinwald hat einen Mehreinschlag getätigt und damit vorbildlich auf die Nachfrage der Holzabnehmer und die positive Preisentwicklung reagiert. Hätten sich die Rahmenbedingungen am Holzmarkt in der zweiten Jahreshälfte nicht eingetrübt, wäre ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen. Mit einem Rekordanteil von knapp 61 % am Gesamteinschlag ist der Kleinwald mit Abstand größter Holzlieferant“, freut sich Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, über die nachweislichen Erfolge bei der Bereitstellung zusätzlicher Holzmengen.

Waldverbände zuverlässige Marktpartner
Mit 11,34 Mio. Efm und einem Plus von 11,4 % gegenüber dem Jahr 2010, ist ausschließlich dem Kleinwald die erneute Steigerung des Holzeinschlages gut zu schreiben. Dies ist umso beachtlicher, weil der Anteil an Schadholz durch Borkenkäferbefall oder Sturm in dieser Besitzkategorie um 25 % zurückgegangen ist. Beachtlich ist mit rund 2,45 Mio. Efm der hohe Eigenverbrauch beim Energieholz. Die Steigerungen beim Industrieholz (+12,6 %) und beim Energieholz (+13,9 %), die dem Markt zur Verfügung gestellt wurden, halten sich in etwa die Waage.

„Die deutliche Steigerung der Holznutzung im Kleinwald hat sich bereits während des Jahres bei den vermarkteten Holzmengen der Waldverbände angekündigt. Diese alleine liegen mit einem Plus von 17 % noch einmal deutlich über der Steigerung des gesamten Kleinwaldes. Dies beweist einmal mehr das zusätzliche Mengenpotential des über die Waldverbände organisierten Kleinwaldes. Dies wird von immer mehr Marktpartnern erkannt, wodurch auch zunehmend engere Kooperationen eingegangen werden“, betont Rosenstatter.

Erfolg durch Investitionen und Forstberatung
Den Grund für diese positive Entwicklung und bedarfsgerechte Einschlagerhöhung erkennt Rosenstatter in den intensiven Beratungsaktivitäten der Landwirtschaftskammern sowie Kunden orientierten Dienstleistungsangeboten der Waldverbände.

„Die Mittel aus der Ländlichen Entwicklung wie zum Beispiel Investitionen in eine verbesserte Walderschließung, Weiterbildung, Information und Optimierung der Logistik sind bestens eingesetzt und tragen wesentlich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Forstwirtschaft bei. Zur Weiterführung dieser Erfolgsgeschichte ist eine Steigerung der Dotierung dieser Maßnahmen im zukünftigen Programm Ländliche Entwicklung 2014+ absolut notwendig“, fordert Obmann Rosenstatter abschließend.

 

 

 

 

Kesseltausch-Förderbeitrag verdoppelt

Klima- und Energiefonds erhöht Fördervolumen auf fünf Millionen Euro

"Mit der Förderaktion Holzheizungen und Solaranlagen 2012 des Klima- und Energiefonds setzt Österreich ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz", begüßt der Vorsitzende des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Dr. Horst Jauschnegg, die Weiterführung der erfolgreichen Maßnahme des Vorjahres. Das Fördervolumen für einen Kesseltausch wurde verglichen mit 2011 von drei auf fünf Millionen Euro erhöht. Ferner kann sich der Förderwerber über eine Verdoppelung des Zuschusses von 500 auf 1.000 Euro freuen. Voraussetzung für den Erhalt ist der nachweisliche Austausch einer Ölheizung durch eine moderne Pellets- oder Hackgut-Zentralheizung in privaten Häusern. Die Aktion läuft bis Jahresende.

Antrag online stellen. Förderanträge können bei der Kommunalkredit Public Consulting unter www.holzsolar2012.at gestellt werden. Weitere Informationen werden auf der Homepage www.biomasseverband.at alsbald veröffentlicht.

Rückfragehinweis: Österreichischer Biomasse-Verband,
Tel.: 01 533 07 97 0, office@biomasseverband.at

 

 

 

Neue Broschüre erschienen

Österreichs Wald

In der Broschüre "Österreichs Wald" werden die wichtigsten Daten und Fakten zum heimischen Wald nähergebracht und es wird über das Multitalent Wald informiert.

Die Broschüre zum Herunterladen finden Sie hier: http://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=9187

 

 

 

 

Folder Energieholzproduktion im KURZUMTRIEB

Mehr Infos zum Thema Kurzumtrieb finden Sie auf www.energiewald.org!

 

 

Quizfrage für Waldbesitzer

Wer soll sich um Ihren Wald kümmern?

Wien, 8. März 2012, Waldverband Österreich – Die Ergebnisse der jüngsten Erhebungsperiode der Österreichischen Waldinventur (ÖWI) 2007/09 bestätigen die in Österreich nachhaltig betriebene Forstwirtschaft. Trotz einer verstärkten Holznutzung hat der in den heimischen Wäldern stehende Holzvorrat zugenommen und befindet sich mit 1,13 Mrd. Kubikmetern auf einem Rekordniveau. Die Waldfläche in Österreich hat ebenfalls zugenommen und beträgt aktuell 47,6 Prozent der Staatsfläche.

In der heterogenen Besitzkategorie Kleinwald (Waldfläche kleiner 200 Hektar), bestehen bei den WaldbesitzerInnen unterschiedliche Zugänge und Einstellungen zur Forstwirtschaft. So sind beispielsweise bäuerliche WaldbesitzerInnen, die durch Fachmedien und interne Informationskanäle der Landwirtschaftskammern und Waldverbände erreicht werden, über vorhandene Beratungs- und Serviceangebote bestens informiert. „Hoffernen“ bzw. inaktiven WaldbesitzerInnen, sind diesbezügliche Angebote zumeist unbekannt, da sie durch derartige Medien nicht erreicht werden.

Vorteile einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung
Wald ist mehr als ein Freizeitrefugium, er ist vor allem Arbeitsplatz und Einkommensquelle für viele Familienbetriebe. Die aktive Waldbewirtschaftung und -pflege fördert artenreiche und strukturreiche Wälder, die in weiterer Folge auch besser mit den Klimaveränderungen und extremen Witterungsbedingungen zu recht kommen als jene, die sich selbst überlassen werden. Ob stoffliche oder energetische Verwertung des Holzes, die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes trägt zur Verbesserung der CO2-Bilanz bei. Die CO2-neutrale Verbrennung von Holz, die längerfristige Bindung von Kohlenstoff in Holzprodukten und die vor allem damit verbundene Substitution von Stahl, Beton, Öl, Gas oder Kohle, ist aktiver Klimaschutz. Alles Gründe die „grünen“ Potentiale in Österreichs Wäldern zu heben.

Fortführung Waldprofikampagne
Als Reaktion auf die zahlreichen positiven Rückmeldungen im Zuge der „Waldprofikampagne“ im März des vergangenen Jahres, wird die Kampagne auch dieses Jahr fortgeführt. Ein von Medienexperten optimierter Medienmix garantiert eine breite Streuung der Botschaften. Dadurch sollen Waldbesitzer auf die Chancen und Vorteile einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung durch Beratungs- und Dienstleistungsangebote aufmerksam gemachen werden. Je nach Dienstleistungsunternehmen stehen den WaldbesitzerInnen unterschiedliche Leistungen oder Servicepakete zur Verfügung. Diese reichen von der Erstellung von Waldwirtschaftsplänen, über die Organisation von Pflegemaßnahmen, Erntearbeiten und Aufforstungen bis hin zur Bündelung und Vermarktung des Holzes. Holz ist gefragt, nutzen Sie die gute Marktlage.

Waldprofis beraten Sie
Weitere Informationen unter www.waldverband.at oder unter 01 / 53441 8596

 

 

 

 

 

 

Exkursionsführer für den niederösterreichischen Kleinwald

Vom Forstausschuss der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer wurde im Jahr 2010 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich zum Ziel setzte, ein Beratungsprodukt speziell für den Klein- und Kleinstwald in Niederösterreich zu entwickeln.

In Zusammenarbeit mit den Funktionären der Arbeitsgruppe, dem NÖ Waldverband und den Mitarbeitern der Forstabteilung wurde dieser Exkursionsführer erarbeitet, der den Waldwirtschaftsgemeinschaften und den Bezirksbauernkammern vor Ort als aktuelles und wertvolles Beratungsinstrument für die tägliche Arbeit zur Verfügung stehen soll.

Die positive Entwicklung des NÖ Waldverbandes und der 66 Waldwirtschaftsgemeinschaften wird durch den hohen Organisationsgrad des Kleinwaldes dokumentiert: Rund 20 Prozent dieser Eigentumskategorie nützen die Vorteile dieser überbetrieblichen Zusammenarbeit durch wirksame Synergieeffekte bei Bewirtschaftung und Holzvermarktung. Nicht zu unterschätzen ist aber auch die zunehmende Bedeutung des Waldverbandes als wichtiges Ausbildungs- und Informationsnetzwerk. In diesem Sinn ist auch der vorliegende Exkursionsführer zu sehen. Die Demonstrations- und Beispielsflächen der einzelnen Waldwirtschaftsgemeinschaften zeigen den hohen Bewirtschaftungsstandard des bäuerlichen Kleinwaldes in Niederösterreich.

Der Exkursionsführer zum Download:

Ordner
Seite 1
Vorwörter
Trennblätter
Beispielflächen

Gesamter Exkursionsführer als Download hier

 

 

Information zur Anpassung des FHP Kooperationsbeitrages auf 0,30 Euro pro Festmeter Sägerundholz ab 1.1.2012

Ab 1.1.2012 wird der FHP Kooperationsbeitrag angepasst, mehr Infos finden Sie in der Presseaussendung.