Forstwirtschaftsmeister

Information Forstwirtschaftsmeisterausbildung 2017-2020

Ausbildungsplan Forstwirtschaftsmeister

 

 

Informationsabend zur Forstwirtschaftsmeisterausbildung 2017 – 2020

Voranmeldung in der Forstabteilung der LK NÖ ist erforderlich!

26. September 2017, 18.00 Uhr, LFS Pyhra (Kyrnbergstraße 4, 3143 Pyhra)

 

 

Termine Forstwirtschaftsmeisterlehrgang 2016 - 2018, Edelhof

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Termine Forstwirtschaftsmeisterlehrgang 2015 - 2017, Warth

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Meister verdienen mehr!

Schon mancher hat sich die Frage gestellt, ob sich Zeit und Kosten für die Meisterausbildung lohnen? Die ARGE Meister NÖ hat daher in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und mit Hilfe von DI Martin Schildböck von der LK NÖ die Ergebnisse der für den Grünen Bericht freiwillig buchführenden Betriebe ausgewertet. Die Ergebnisse wurden nach dem Ausbildungsstand der Betriebsführer aufgeschlüsselt. Grundlage dafür waren die Daten der 755 NÖ Betriebe aus den Jahren 2007 bis 2009.

Grundsätzlich wurde in 3 Kategorien unterschieden:

  1. Betriebsleiter ohne landw. Ausbildung (ca. 10 % der Betriebe)
  2. Betriebsleiter mit abgeschlossener landw. Ausbildung (Fachschüler, Facharbeiter, ca. 40 %)
  3. Betriebsleiter mit Meisterausbildung, Landw. HBLA- oder BOKU-Abschluss (ca. 50 %)

Ein durchschnittlicher landw. Betrieb in NÖ bewirtschaftet derzeit rund 30 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Aufgeschlüsselt nach dem Bildungsstand gibt es dabei deutliche Unterschiede. Die landw. genutzte Fläche (LF) betrug bei der 1. Gruppe (Betriebsleiter ohne Ausbildung) rund 15 ha, bei der 2. Gruppe (Betriebsleiter mit abgeschlossener landw. Ausbildung) 28 ha und bei der 3. Gruppe (Betriebsleiter mit Meisterausbildung) 39 ha.

Das Gesamteinkommen des landw. Betriebes setzt sich aus dem land- und forstwirtschaftlichen Einkommen, dem außerlandw. Einkommen und dem Sozialtransfer (Familienbeihilfe, Pension) zusammen.

Die Betriebsleiter ohne landw. Ausbildung sind tendenziell kleinere Betriebe, die das Haupteinkommen aus außerlandwirtschaftlichen Berufen lukrieren. Die Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft sind mit ca. 1/5 vom Gesamteinkommen eher untergeordnet. Betriebsleiter mit Fachausbildung haben annähernd das gleiche Gesamteinkommen, wobei das landw. Einkommen bereits mehr als die Hälfte ausmacht. Bei Betriebsleitern mit Meisterausbildung bzw. HBLA-Abschluss ist das Gesamteinkommen um ca. 1/3 höher als bei den anderen beiden Gruppen. Der landw. Anteil am Gesamteinkommen beträgt hier bereits ¾.

Interessant ist auch ein Vergleich, welches landwirtschaftliche Einkommen pro Arbeitskraft erzielt wird.

Hier zeigt sich ein gravierender Unterschied von über 60 % zwischen Facharbeiter- und Meisterausbildung.

Eine wichtige Kennzahl für eine positive Betriebsentwicklung ist die Bildung von Eigenkapital. Während ein NÖ landwirtschaftlicher Betrieb in den letzten drei Jahren im Durchschnitt 6.900 EUR an Eigenkapital bilden konnte, stieg das Eigenkapital bei einem Meisterbetrieb mit rund 10.200 EUR deutlich stärker an.

Diese positive Entwicklung zeigt sich auch in den Werten für die Nettoinvestitionssumme (Investitionen minus AfA). Betriebe mit Meisterausbildung haben deutlich positive Nettoinvestitionssummen und konzentrieren sich verstärkt auf die Landwirtschaft. Die anderen beiden Gruppen investieren um die Hälfte bzw. ein Drittel weniger als die Meisterbetriebe in die Zukunft des landwirtschaftlichen Betriebsweiges.

Dieser Bericht kann nur einen Auszug der Daten wiedergeben, zeigt aber trotzdem klar auf dass Meisterbetriebe deutlich rentabler geführt werden. Durch die Meisterausbildung wird der eigene Betrieb besser durchleuchtet und analysiert. Zahlen können besser verstanden werden, dass zeigt sich im späteren Berufsleben durch einen überlegteren und effizienteren Einsatz von Kapital und Arbeitskraft.

Redaktionsteam der
ARGE Meister NÖ